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Der tägliche neue Chancen-IMPULS Nr. 2079 vom 24-07-2011
Guten Tag, lieber Gast!
Eines Tages brachte man einen sehr jungen Dieb
zu einem ehrwürdigen Weisen.
Weil der Schelm noch so jung war,
wollte man ihn nicht wie üblich hart bestrafen.
Der Weise sollte dem Jüngling die Verwerflichkeit
seiner Tat vor Augen führen und ihm
das bittere Ende eines Diebes klarmachen…
Doch der Weise erwähnte das Stehlen mit keinem Wort.
Er sprach freundlich mit dem Jungen und gewann so sein Vertrauen.
Das Einzige, was er von dem Jungen forderte,
war sein Versprechen, immer wahrhaftig zu sein.
Bereitwillig versprach es der Junge.
Er war sehr erleichtert
und dachte, ganz glimpflich davongekommen zu sein.
Eines Nachts überfiel ihn jedoch wieder die Lust, zu stehlen.
Als er sich mit schleichenden Schritten
durch eine Seitentür des Hauses zwängte,
durchzuckte ihn ein Gedanke:
„Wenn ich jetzt auf die Straße gehe und mich jemand fragt,
was ich vorhabe, was sage ich dann?
Was sage ich morgen?
Wenn ich mein Versprechen halte,
wahrhaftig zu sein,
muss ich alles zugeben und dann…“
Indem der Junge mit sich rang, trotz alter Gewohnheiten
wahrhaftig zu sein, wurde es ihm schwer, zu stehlen.
Und siehe da:
„Die Entfaltung der Wahrhaftigkeit
gab Raum für seine neue Ehrlichkeit“.
Alles Liebe,
Edith und Winfried Neu
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